Wie ein CST Board entsteht Datum: 27-11-2003 Text: Dominik Fotos: Dominik/Anton
vom rohen Kern bis zum fahrbereiten Board
Da auch die Kitebrothers Zugang zu Elektrizität und Computern besitzen
beginnt hier, wie in so vielen anderen Berufssparten auch, die Arbeit vor dem Bildschirm. Nebem dem richtigen
Design wird eine Schablone im Maßstab 1:1 gezeichnet, welche
bereits alle wichtigen Markierungen wie Stabanordnung, Insert- und Finnenposition etc. enthält.
Anschließend wird die Schablone auf den Kern übertragen, welcher nun die entsprechenden Ausfräsungen für die Aufnahme
der Carbonrohre und der Inserts enthält.
Sind alle Fräsung und Passungen überprüft worden (Bild rechts), werden die Carbonrohre
in mit einem Harz-Härter-Gemisch in den zuvor mit Abdeckband abgeklebten Kern geklebt.
Ist das Harz ausgehärtet, wird die Outline mit einem Cutter ausgeschnitten und die
ABS-Streifen mit 5min-Epoxy draufgeklebt. Sobald selbiges ausgehärtet ist, kann mit dem Abziehen des Boards begonnen werden.
Dieser Prozess ist entscheidend für eine glatte, homogene Oberfläche des Kiteboards. Außerdem ist der doch relativ
tiefgehende Anschliff der Carbonrohre von großer Bedeutung für die spätere Haltbarkeit des Kiteboards.
Ist alles fein geschliffen worden, sollte das Ergebnis ungefähr so aussehen.
Das Kiteboard ist nun fertig für den Laminiervorgang. Wichtig ist noch, den Kern vorm Laminieren mit Druckluft abzublasen
um später staubfrei arbeiten zu können.
Nun wird wieder Harz angemischt, welches vom zuvor vorbereitenden Glas- und Kohlegewebe
aufgenommen wird. Das Gewebe muss gut getränkt und faltenfrei aufgelegt werden.
Ist der Kern mit dem Top- und Bodenlaminat sowie der Designlage eingedeckt (Bild rechts), wird das ganze mit Abreißgewebe,
Lochfolie, Flies und Plastikfolie luftdicht abgeschlossen und abgesaugt. Der Unterdruck (bis zu 0.9 bar) verpresst
das Laminat mit dem Kern und drückt überschüssiges Harz in das aufnahmefähige Vlies.
Wie stark der Unterdruck ist, kann leicht über ein an die Pumpe angeschlossenes
Unterdruckmanometer abgelesen werden (Bild rechts). Ist das Harz ausgehärtet, kann man das Board aus der Form
nehmen, alle Folien abziehen und den Finishing-Prozess beginnen lassen.
Es wird das überstehende Gewebe mit der Stichsäge entfernt und die Kante bekommt
den groben und anschließend den feinen Schliff fürs schöne Finish.
Hat man dies geschafft, müssen nur noch die Inserts aufgebohrt und die Löcher für die Aufnahme der Finnen
gefräst werden.
Zum Abschluss werden noch die Pads aufgeklebt, die Finnen und die Fußschlaufen
dranngeschraubt und das Kunstwerk ist vollbracht. Wenn's die Eltern erlauben, kann man sich nach soviel Arbeit auch
schon mal ein Bier gönnen, also Prost, auf eines der schönsten Hobbys, die es gibt!




