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Ägypten Datum: 25-05-2003 Text: Dominik/Anton Fotos: Anton/Dominik

'Fellachentum'

"Hello welcome to Egypt, where are your from?" - "Austria!" - "Mhm, good Austria!"
Die ersten paar Stunden in Hurghada, noch ganz wie zuhause. Leider konnten wir kein heimisches Schlägl Kristall importieren sondern mussten uns mit Heineken Dosenbier begnügen.
Doch dann der erste Durchbruch ägyptischen Einflusses, welcher selbst Dominik zur Rotglut brachte.
Und hier schon unser zweiter Kombinierer.
Weil ja Heineken nicht so typisch ägyptisch ist, haben wir uns dann doch für Coca-Cola entschieden.
Und dann nur noch weg. Weg Richtung Sudan! Wegen unserer westlichen Kleidung waren wir leider wenig erfolgreich beim Autostopp. Einzig ein Eselskarren blieb stehen. Doch wir stiegen nicht ein.
Dann kam aber endlich die Wende, von weitem erblickten wir einen vollbepackten Mitsubishi Lancer mit Walfisch auf dem Dach und Winterbereifung an den Sohlen. Von da an war er unser!
Es wurde sofort gemütlich. Und es wurde gesungen.
Nun aber begann die harte Zeit des Fellachentums. Nur noch heiße Kartoffeln anstatt kaltem Bier.
Gottseidank zeigte sich Apo von seiner besten Seite. Er brachte die Flammen zum Lodern und stillte unseren Appetit.
Kiten - glatt hätten wir drauf vergessen, doch instinktiv waren wir auf der Suche nach den besten Spots Ägyptens.
Der erste Trick war der Waschgang.
Jeder durfte mal. Einmal abklatschen und man war dabei..
Bei soviel Sauberkeit lacht einem ja doch das Herz.
Noch ein Foto fürs Album, doch dann keine Zeit mehr verlieren, denn die Nächte in der Wüste sind kalt und erbärmlich.
Aber kein Problem, der Kälte wurde ordentlich ins Gesicht geheizt.
Um unsere kalten Körper wieder zu erwärmen, wagten wir wiederholt den Sprung ins knöcheltiefe Wasser.
Am Baum vorbei...
...und es wurde ungemütlich.
Am nächsten Tag, wo wir den Ast bereits verfeuert hatten.
Auch den Strand hatten wir schon verheizt, um ordentlich Platz zu haben.
Nachdem der Hunger unerträglich wurde, war es Zeit unsere Essensvorräte aufzustocken. Der Orient bietet reichlich vitaminreiche Kost.
Beim Hammel vorbei...
...und rein in den Laden und fünf Fladen auf die Waage und nicht zu vergessen, der "lachenden" Thunfisch
Gefeilscht wurde um jede Gurke.
Apo-Melone.
Der Schmaus war nur von kurzer Dauer. Tief innerlich rief uns die Wüste wieder in ihr karges Land.
Aber eins sei gesagt, mit Minen ist der Spass vorbei.
Schnell einen Boxenstopp um für unseren netten Autovermieter Gamal einen Ersatzreifen mitzunehmen.
Gegen Ende unseres netten Ausflugs: Ein letztes Mal Einsamkeit genießen...
auf der Traumstraße verweilen...
um dann die doch grüne Wüste hinter uns lassen.
Auch ihm drückte es die Krokodilstränen ins Gesicht, beim Abschied von unseren Freunden.
Angesichts dieser traurigen Momente ging selbst den Drachen allmählich die Luft aus.
Um uns den Abschied zu erleichtern gönnten wir uns noch einen Tag auf der Insel Tobia.
Vorbei an Schach-Machmuts Jacht ZENA und...
wir durften wieder lachen.
Nach einer kleinen Zena-Kollision gab leider auch kleinere Schäden zu beklagen.
Zurück in Hurghada. Unser neues, altes Quartier.
Gepflegt ging es alsbald schnell mal nach El Gouna. Vielleicht das letzte Mal.
Nach Sturm suchten wir anderweitig das Glück.
Mit ihr war's einfach Lässi.
"Hilfe, holt mich hier raus!"
So schlimm war's dann auch nicht. Viel, viel problematischer war dahingegen schon die kulturelle Akklimatisation in der Zivilsation. Ab jenen Tagen suchen wir nur noch Zimmer ohne Feuermelder.
Einmal Fellach - immer Fellach.
So wars: Mit Cabrinha Airlines wurde geflogen, doch dieser Traum war nun zu Ende geträumt. Wir mussten zurück in die harte Wirklichkeit, was soviel heiß wie "Welcome on Board of Aero-LLoyd" und .... Feuermelder.
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