Kitebrothers Logo

Beauduc Datum: 02-08-2003 Text: Dominik Fotos: Matl/Dominik

der Naturtrip

Schon mal innerhalb einer Woche nur in Shorts gefahren, dann zwei Tage später selbst im Shorty zu Tode gefroren? Wind aus fast allen Richtungen von 0-7Bft. gehabt? Einen Tag von der Sonne gebraten und in der Nacht überschwemmt worden? Das halbe Auto auf dem Weg zum Strand verloren?
Wenn du alle diese Fragen mit ja beantworten kannst, haben wir uns wahrscheinlich knapp am schönsten Strand vom Golf de Lion verfehlt. Und zwar in Beauduc, so die Namensgebung der Franzosen für diesen launischen Ort. Trotz alldem kam auch dort das Kiten nicht zu kurz, schon bei der Anreise blies es uns weg, nicht nur des starken Windes wegen, sondern wegen der immensen Größe dieses Gebietes und angesichts der Menge der verschiedenen Spots mit ihren zahlreichen Möglichkeiten. Beauduc ist einfach Platz pur, ein Kitemekka im Rhônetal, welches dich mit einer frischen Brise empfängt und mit stürmischen Winden verabschiedet. Beauduc lässt dir Freiheit ohne Ende und bietet Abgeschiedenheit für den Kiter, der sie sucht. Beauduc will aber auch dementsprechend respektiert werden, so ist man in diesem Naturschutzgebiet ohne jegliche Infrastruktur selbst für seinen Müll zuständig und gefordert sich der Umgebung angepasst zu verhalten. Akzeptiert man diese Regeln, steht einem Besuch der Camargue nichts mehr im Wege, außer hin und wieder ein Pferd, aber auch diese kritische Situation kann man mit etwas kämpferischem Einsatz meistern....
...glaubten wir zumindest, doch als der sture Gaul immer noch nicht nachgeben wollte, gab es ernsthafte Verhandlungen über die Strandgepflogenheiten und pflanzliche Ernährung. Zum Glück einigten sich Matl und das Pferd doch darauf, dass der Strand groß genug für beide sei, wir unsere eigenen Bohnen mithaben, und als letzterer anerkenned nickte, begann eine wunderbare Freundschaft sowie eine großartige Woche, doch seht selbst...
Die Welt stand Kopf diese Woche!
Kiten waren wir zu allem Überfluss auch noch! Schöne, gleichmäßige Wellen rollten an einigen Tagen herein, bei schräg ablandigem Wind! Das waren echt unglaubliche Bedingungen, aber auch unglaublich kalt.
Ablandiger Wind und Kiten? Wir hatten einfach viel Vertrauen in unser Glücksei und den richtigen Radiosender "Le Mouve, le mouve, le mouve..trallala..lalli".
Leider half es uns aber nicht beim Sturm, unsere erbämliche Herberge ging in die Knie.
Und zum allgemeinen Verdruss noch eine kleine Überschwemmung.
Trotz all dieser Widrigkeiten fiel der Abschied schwer und wie sich herausgestellt hat, war dies nicht unser letzter Besuch im wilden Paradies.
Deutsch | English Kontakt . Impressum . Links | nach oben . home