Rhodos Datum: 03-10-2004 Text: Dominik/Anton Fotos: Anton/Dominik
auf der Suche nach dem Trainingsplan

"Ziehen wir doch den Dampfer zur See, sonst kommen wir nie mehr aus diesem Dilemma raus!"
Aber warum wollen Dominik und Anton von dieser doch so schönen Insel fliehen? Rhodos bietet doch alles, was des lebensfreudigen Menschens Herz mit kitenden Klappen je begehren kann. Noch nie waren sich Party und Einsamkeit so Freund. Jedoch kam alles anders. Erstens kam es meistens, und zweitens faustdick!
Aber warum wollen Dominik und Anton von dieser doch so schönen Insel fliehen? Rhodos bietet doch alles, was des lebensfreudigen Menschens Herz mit kitenden Klappen je begehren kann. Noch nie waren sich Party und Einsamkeit so Freund. Jedoch kam alles anders. Erstens kam es meistens, und zweitens faustdick!
Woran sie kauten, das war harter Tobak.

Eine verzweifelte, scheinbar ausweglose Lage, die bis in den Diebstahl führte.
Doch lassen wir den Blick zurück in glücklichere Tage schweifen, dorthin wo alles begann.
Die Insel Rhodos zeigte sich von ihrer schönsten Seite.

Es war ein Spiel!
Mit Wellen...
und Figuren.
Doch hätte Dominik doch bloß nicht auf eigene Faust den gefährlich-tagestouristischen Bootsausflug gewagt. Wie dieses Beweisfoto eindeutig zeigt, war er zu Ende dieses kleinen Abenteuers bereits ohne seine Dokumentenmappe per Pedes am Abstieg.
Ohne jetzt irgendjemandem einen Vorwurf zu machen - sind denn geführte Besichtigungen von altem Gemäuer wirklich notwendig? Wäre es nicht besser gewesen gemeinsam auf die Tasche aufzupassen!?
Die Suche begann unverzüglich. Bis zur Erschöpfung der Dunkelheit - hin zum totalen Einbruch.
Während Anton im sprichwörtlichen Morgengrauen noch mit seinem Suchhund schlummerte....

...verlief bei Dominik die Suche ganz anders: Er setzte auf die altbekannte Taktik "chase and listen".
Vorläufig blieben die getrennten Suchaktionen und Ausforschungen erfolglos. Der Stopp beim Gyrosmeister half auch kein bisschen, da auch er unmittelbar unter geistigen Beschuss kam. Man braucht sich ja nur den gelben Pinsel anzusehen. Wer um Himmelswillen streicht sein Gyros mit einem gelben Pinsel!?
Einzig ein seriös wirkender Tischwasher konnte als Verdächtiger ausgeschlossen werden. Es kehrte vorübergehend wieder etwas Ruhe in das Leben der beiden Beutelwesen ein.
Viel blaue Farbe tat ihr Übriges.

Jeder träumte auf seine Weise und vergaß das Unheil dieser Welt. Nichts, aber auch garnichts vermochte sie in diesen Augenblicken des Innewerdens an ihre Misson denken zu lassen. Dokumente waren nur noch wertloses Papier.

Nun denn, im Gedanken an das Wasser tauchte die immanente Frage auf, woran sie sich denn nun klammern sollten. Zum Glück konnten sie in dieser so scheinbar ausweglosen Situation auf eine Notiz auf einem Stück Ticket zurückgreifen - wo Teile ihres Trainingsplans notiert waren.

Nur keine Zeit verlieren. Im Urlaub muss trainiert werden. Die neuen Moves müssen sitzen um mitreden zu können und auf den Putz zu hauen. Ohne lange zu zögern warf sich Dominik in den Sand, um das waghalsigste und schwierigste Manöver - Deadman (welches übrigens noch immer auf diversen Veranstaltungen gezeigt wird, Anm. der Redaktion) zu üben. Anton hingegen versucht neue Moves wie den "Foot-Loose-Flop" (rasches Schuhwerkwechseln am Board) zu trainieren.
"Du spinnst ja, Alter, kein Mensch, der sich in der Kiteszene auskennt und progessiv fährt, springt heutzutage noch einen Deadman um zu punkten!"
"Und was willst du, du Weichei-Schlapfi-Fahrer...
...mach doch die Bohnen heiß und sei still!" (Primana Konserven - Die beste Kiternahrung auf Reisen)
"Bist du jetzt sauer!? Ich fahre, wie ich will!" (Primana Konserven - Die beste Kiternahrung auf Reisen)
"Nämlich so schnell wie möglich gerade aus!" (Anton Steyrl, inoffizieller Speedrekordhalter im Kabbelwasser unter widrigen Umständen)
Mit einer Primana - Serbischen Bohnesuppe geht's gleich besser!
"Stopp! Wir sind doch Freunde, und auf Urlaub. Worum geht's eigentlich auf Reisen? Beim Kiten?" Viele Fragen und ein Telefon.
An den allwissenden, umgänglichen und in jeder Lebenssituation die passende Antwort parat habenden Univ. Prof. Dr.Sluptezky von der Gletscherforschung Salzburg stellten sie folgende Fragen: "Kiten, gut und schön. Aber Kohle. Woher? Was sollen wir machen, im Supermarkt arbeiten?"
"Mais schälen und an Touris verkaufen?"
"Bei Alltours unser Geld verdienen?"

"Oder alten Damen Taschen fladern und Drogen mixen?"
Doch mitten im Gespräch ging ihnen ein Licht auf: Uniprofessoren wissen bei weitem weniger, als sie anfänglich zu vermitteln versuchen, besonders wenn's ums Leben geht. Titel sind für den Sport und weniger fürs Kiten. Mit Speed könnte man Geld verdienen, wenn man ein skrupelloser Mensch wäre. Und wer locker fährt, fährt einfach lockerer - auch durchs Leben.
Kiten ist eine nette Möglichkeit dies auszudrücken.




