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Erzeugnisse aus früheren Zeiten Datum: 12-04-2001 Text: Dominik Fotos: Dominik/Freunde

Wichtiger Teil unserer Kitegeschichte sind jene Produkte, welche den kritischen Weg aus den Werkstätten geschafft haben und uns auf dem durchaus oft beschwerlichen Weg zum Kiterdasein begleitet, geschliffen und leider oft auch fallengelassen haben.
Angefangen haben die verhängnisvollen Werkarbeiten ca. um 1993, mit der ersten zwischenzeitlichen Krönung 1995 durch den Bau des Sputnik 4...

Sputnik 4

Der Sputnik 4, gebaut nach dem Plan von Nop Velthuizen (der fliegende Holländer) ist ein altes Urgetüm mit 10m², das uns damals die Arme lang machte. Ohne Trapez gings zur Sache für pures Powerkiting und Über-die-Äcker-Springen und Geschliffen-Werden.

Ajax 4,5

Da es so nicht weitergehen konnte und mehr Kontrolle hermusste, entstand schließlich zwei Jahre darauf die Vierleiner-Matte Ajax 4,5. Nachwievor ein toller Kite fürs Offroaden, leider hat der arme Bursche das letzte Landkiten nicht ganz überstanden, aber er ist Misshandlungen und gelegentliche Unfälle gewöhnt und ist bei den reparierenden Operationen immer ganz still. So kann er auch in Zukunft auf jede weitere Reise wieder mitkommen.

Wheels of Doom

Doch was hilft einem ein guter Kite wenn's am Untersatz mangelt? Da ein Buggy damals einfach noch nicht finanzierbar war, hat sich Dominik für den Bau von Offroadskates (nach der Idee von Bob Childs) entschieden. Natürlich wäre es oft bequemer, im Sitzen zu kiten, doch das wird mit der Zeit auch immer weniger herausfordernd. Die Skates bieten einfach mehr Action und Spaß. Und leicht und schnell gebaut waren sie ohnehin.

Kitebars

Auch aus finanzieller Not und Unzufriedenheit mit den erhältlichen Produkten geboren: die Kitebars. Da des öfteren Bars nach Eigenbau nachgefragt werden, haben wir hier kurz zusammengefasst, wie wirs gemacht haben:

Stangenmaterial ist ein Alurohr, mit 20mm Durchmesser und 4mm Wandstärke. Die Zapfen (ca.7cm lang), für die Steuerleine bestehen im Inneren aus einem Glasfaservollstab (6mm), geschoben in ein Alurohr. Dieser Verbundstab wird dann durch die Bohrungen am Ende der Bar gehämmert, wobei man das Alurohr vom Zapfen kurz vorm Verschwinden etwas breitklopft und dann durch weiteres Klopfen an die Stange anschmiegen kann.
Was man sonst noch braucht sind Tampen für die Vorleinen, die in Gurtbänder eingenäht werden. Die Gurtbänder selber bewerkstelligen eigentlich die Fixierung des ganzen. Sie werden mit der länglichen Aussparung am Ende der Schlaufe über die Zapfen geschoben und können so nicht mehr verrutschen (siehe Foto).

Die Moosgummiüberzüge für einen angenehmen Grip werden vorher noch drübergezogen und auch an den Gurtbändern sollte man Moosgummi zur Verkleidung nehmen, damit später die aufgewickelten Leinen nicht so leicht abrutschen. Die Depoweröse kann verschieden ausfallen, am besten bewährt hat sich die aufschraubbare Öse von Cabrinha oder von HOLT. Der Adjuster kann auch sehr verschieden ausfallen, wir haben in diesem Fall eine Clamcleat verwendet und den Depowerloop gleich aus dem Tampen genäht und mit Schlauch und Schrumpfschlauch verkleidet.Dann noch Endkappen drauf und die Bar ist fast fertig. Die Safetyleine geht über einen Ring am Ende der Vorleinen.

MV - Handles

Die vierleiner Kitehandles haben auch schon einige Entwicklung durchgemacht. Das Ergebnis ist aber sehr zufriedenstellend. Ausgangsmaterial hier ist ein Alurohr mit 20mm Durchmesser und 2mm Wandstärke. Biegen kann man das Rohr ohne Probleme im Schraubstock. Der Tampen ist im Inneren des Rohres mit einem Knoten zwischen zwei Beilagscheiben fixiert. Äußerst wichtig ist noch die Anbringung von Kabelführern oder selbstgemachten Führungen aus PVC-Schlauch, ansonsten scheuert sich der Tampen sofort durch. Das wär ja auch nicht gut. Die Schlaufe am Ende, für einen Verbindungstampen, ist genäht um Knotenanhäufung zu vermeiden. Endkappen drauf und ebenfalls fertig.

MV - Banner

Früher oder später kam es dann endlich zu einem Logo für die MV's. Mit diesem Banner wurde es dann das erste Mal veröffentlicht. Der Banner selber tut auch brav seinen Dienst und ist sehr hilfreich auf weiten Stränden um beim Kiten wieder zum Camp zurückzufinden, außerdem zeigt er auch immer brav die Windrichtung an!

MV - Rokkaku

Weil wir auch von tiefstem Herzen Anhänger der windigen Sportart sind und auch beim Genießen eines warmen Sommertages gemütlich und ohne viel körperlichen Aufwand einen Drachen steigen lassen möchten, haben wir mit einem Rokkaku (Einleiner-Drache) dem Logo neue Perspektiven verpasst.

MV - Kitebag

Schlussendlich musste noch diese große Tasche (2 Meter Länge) her um alles verstauen zu können und auch in fernere Gefielde sein Gerümpel mitnehmen zu können. Diese Tasche ist äußert geräumig. Mit etwas Drücken und Draufrumhüpfen bekommt man 3 Kiteboards, einige Neoprenanzüge sowie 3 Tubekites und sämtliche Accessoires rein (und wenn man möchte, könnte man rein theoretisch auch eine Leiche transportieren, doch dann besser nicht mit dem Flugzeug, weil's wahrscheinlich Probleme geben würde)
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